Nova Scotia – Cape Breton Island und der wunderschöne Cabot Trail

Küstenstraße Cape Breton, Cabot Trail, Kanda
Cape Breton Island wir kommen! Wir erreichen Cape Breton über einen Brücke direkt nach Port Hawksbury und steuern gleich den berühmten Cabot Trail, der 2017 als eine der schönsten Küstenstraße in ganz Nordamerika gewählt wurde, an. Endlich scheint auch mal wieder Sonne! Ob das nicht ein gutes Omen ist? Wir fahren an der Westseite des Bras d`Or Lake, vorbei an tiefblau glitzernden Seen, gen Osten, bis wir endlich am Anfang des Trails angekommen sind. Der Cabot Trail begrüßt uns, nach einigen seeeehr regenreichen Tagen, weiterhin mit strahlendem Sonnenschein. Wir schlängeln uns über die Küstenstraße zum Eingang des Cabot Trail Highlands National Park. Der Nationalpark ist der Hammer! Kurvige Straßen (ohne heftige Schlaglöcher! Ein Traum!), vorbei an zerklüfteten Felsen und weißen Sandstränden. Wir genießen das schöne Wetter und landen letztendlich in Meat Cove, der nördlichste Punkt Cape Breton Islands, wo sich das Bockerl erst mal einen kleinen Abhang runter zum Strand schraubt, an dem wir auch die Nacht verbringen.

Meat Cove, Cape Breton, Cabot Trail, Kanda
Ein schönes Plätzchen für die Nacht. Die Meat Cove auf Cape Breton.

Wo die Berge auf`s Meer treffen

Der nächste Morgen begrüßt uns mit Sprühregen! Geil! Schon wieder! Und um den scheiß Abhang wieder hoch zu kommen brauchen wir auch drei Anläufe! Gut das wir Allrad haben! Damit schaffen wir es dann auch gleich beim ersten Mal. Wir fahren an der Ostseite des Parks wieder runter und sehen einfach mal NICHTS! Es ist so dermaßen neblig und verregnet, dass man teilweise noch nicht mal die Hand vor Augen sieht! Scheiß auf „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“. Nix sieht man, NIX! Also fahren wir nach Cheticamps, ein kleines französisch geprägtes Städtchen außerhalb des Nationalparks, machen ein paar Einkäufe und entscheiden uns dazu noch einen Tag abzuwarten, um zu sehen, ob das Wetter nicht doch besser wird. Ja, dass Glück ist mit den Reisenden! SONNE! Also zurück zum Cabot Trail und nochmal hoch in den Highlands Park! Da das Wetter heute wieder mitspielt, wollen wir den Skyline Trail laufen. Der Trail windet sich durch Elchland, durch den Wald bis zur Küste. Wir haben einen fantastischen Blick am Ende des Trails von den hohen Klippen aus und freuen uns, doch noch mal zurück gefahren zu sein!

Skyline Trail auf Cape Breton, Kanda
Eine kleine Wanderung auf dem Skyline Trail mit Aussicht auf die Küstenstraße

Wo sind denn all die Elche hin?!

Elchland! Wir sehen nur keine Elche! Nur deren Hinterlassenschaften. Aber da sie ja hauptsächlich am Morgen bzw. in der Abenddämmerung aktiv sind, heißt das noch lange nicht, dass wir JETZT keine sehen wollen! „Ach  Thomas, das mit den Warnschildern wegen den Wildtieren ist doch ein Mythos! Eigentlich gibt es in National Parks gar keine! Das erzählen sie nur den Touris! Und tagsüber sehen wir wahrscheinlich eh keine Elche!“ – BÄM – eine Minute später! Was steht da an der Straße?! Ein Elch! Ein paar Kilometer weiter – BÄM – noch ein Elch! Ach ja, und von der Küste aus können wir auch noch einen Wal vorbei schwimmen sehen. Also doch kein Mythos....

Elch auf Cape Breton, Nova Scotia,  Kanda
Unsere erste Elch-Sichtung, yieeha!

Der Cabot Trail ist toll. Besonders bei Sonnenschein. Die Berge treffen auf´s Meer. Die Highlands begeistern mit ihrer flachen Vegetation und ihren vielen kleinen Tümpeln und Seen. Und die Küstenstraße mit ihren sandigen oder felsigen Stränden ist der Hammer! Wir werden belohnt mit spektakulären Blicken auf den Ozean und die angrenzenden Berge. Auch das Wildlife ist nicht zu verachten 😉

Wir verlassen den Cabot Trail wieder über den Bars d`Or Lake Richtung Sydney und bringen eine Gewaltfahrt von 300 km hinter uns, da wir die Fähre am nächsten Morgen nach Neufundland nehmen wollen. Aber zunächst brauchen wir erst einmal ein Plätzchen für die Nacht. Also raus aus Sydney und hinein in die Pampas. Am Ende von Huckelpisten und Kiesstraßen finden wir meist ein schönes, ruhiges Plätzchen für die Nacht. Diesmal nicht! Unter dem ersten umgefallen Baum passen wir noch durch. Der zweite ist aber unpassierbar! Da es auch schon zappenduster ist, wollen wir auch nicht unbedingt das Beil auspacken, um den Baum zu zerhexeln. Also wieder zurück in die Stadt und zurück zum Ausgangspunkt! Gegenüber der Fähre parken wir einfach in einem Park und probieren zum ersten Mal, das Notbett aus. Fazit: lauschig, warm und ziemlich gemütlich!

Morgen verlassen wir Nova Scotia und lassen die erste Provinz unserer Reise hinter uns. Newfies wir kommen!

Highlights

  • Der Cabot Trail an sich
  • Cabot Trail Highlands National Park
  • Elche!
  • Skyline Trail

3 Kommentare

  1. "Pat" Artur
    10. September 2018

    Hallo Ihr zwei Vagabunden,
    das sind ja tolle Erlebnisse was Ihr da berichtet ich freue mich schon auf die nächsten Fotos und Abenteuer.
    Wünsche Euch viele schöne Erlebnisse und viel Glück mit dem Bockerl.

    Servus
    Artur

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    1. Thomas
      23. September 2018

      Hi Artur,
      vielen Dank für deine Nachricht. Hat Yvonne und mich sehr gefreut. Wir haben uns jetzt vorgenommen konstanter Beiträge zu bringen. Leider sind wir ja schon übelst hinterher…
      Ab Amerika sollten wir jetzt öfter und mehr Internet haben, juhu!
      Viele Grüße an deine beiden Mädels,
      Yvonne & Thomas

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  2. […] 11:45 Uhr nehmen wir die Fähre von North Sydney, Nova Scotia nach Port aux Basques, Neufundland. Nach circa sieben Stunden kommen wir an und sind jetzt schon […]

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